Mamei's Blog

6. November 2009

Von Camp Verde nach Seligman

Von Camp Verde sind wir heute Richtung Norden weitergefahren. Wir haben statt der problemlosen aber auch fantasielosen Autobahn die Route quer durchs Land gewählt. Die Strecke bis Cottonwood kannten wir ja schon. Von dort sind wir durch ein grösseres Neubaugebiet auf der 89A gefahren.


Als die Strasse nach einer Kreuzung etwas anstieg, sahen wir uns plötzlich mit einem Schild "Trucks over 50ft not allowed" konfrontiert. Wir haben schon öfters solche und ähnliche Tafeln gesehen, meistens stand da aber "not recommended". Da ein Polizist mit Streifenwagen auch noch dort stand, mussten wir wohl oder übel zumindest einmal anhalten. Per äxgüsi haben wir diesen Polizisten dann gefragt, was hier  Sache sei und wir haben zur Antwort erhalten, dass die Strecke sehr kurvenreich und mit vielen Haarnadelkurven bestückt sei. Eine andere Strecke zu fahren war von hier aus nur mit grossem Umweg möglich. So haben wir unser Gefährt halt von 61 auf 40 ft verkürzt und Marianne ist mit dem Jeep hinter dem Genty hergefahren.


Was nun kam, war eine der abenteuerlichsten und sehenswertesten Strecken unserer bisherigen Reise. Die ehemalige (und heute dank Tourismus wieder aktivierte) Ghost Town Jerome war über eine enge, kurvenreiche Strasse erreichbar. Die Strasse durch die ehemalige Minenstadt waren so eng, dass jede Fahrtrichtung durch eine andere Gasse führte. Nach dem Dorf folgte gleich noch ein Pass auf über 7'000 ft mit wieder vielen engen Kurven.

Die Fahrt war sehr interessant und abenteuerlich, aber wir haben sie ohne negativen Folgen geschafft. Der einzige Nachteil war, dass wir beide mit Fahren beschäftigt waren und deshalb kein einziges Föteli schiessen konnten.(Fötelis von anderen gibt es im hier oder auch hier)  Erst nach 15 Meilen konnten wir den Jeep wieder anhängen. Fast wären wir von dort mit dem Jeep nochmals zurückgefahren, gelohnt hätte es sich auf jeden Fall, aber wir sind weitergezogen.

Durch abwechslungsreiche Landschaft haben wir dann die I-40 bei Ash Fork erreicht. Auf der gegenüberliegenden Seite führte die old route 66 parallel zur Autobahn und wir haben diese Strecke gewählt. Bei einem Stop bei einer der Attraktionen haben wir  dann festgestellt, dass die Bremsleitung vom Genty zum Jeep wieder los war. Der genau gleiche Unfall wie vor zwei Wochen war nochmals passiert. Es war gerade noch Zeit, telefonisch die Teile zu bestellen. (Wir wissen ja mittlerweile wie das geht). Bis Las Vegas fahren wir aber jetzt halt ohne Anhängerbremse.

Auf der Route 66 haben wir dann ein Plätzli gefunden, wo wir die Nacht verbringen werden. Dank unserer Satelliten-Schüssel haben wir ja auch hier Internet-Anschluss. Wir sind wieder auf 5'800 ft, deshalb ist es abends kühl und die Diesel-Heizung ist schon in Betrieb.


Ein paar Föteli von heute hat es hier.

Pos. 35.27958N     112.69920W    boondocking        5'767 ft